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Drauwelt ACWAVIVA

 

Drauwelt ACWAVIVA

Ein geschenktes Stück Auwald an der Drau ist für die Neue Mittelschule in Spittal/Drau Spiel-, Lern- und Erlebnisort der besonderen Art. Die speziellen Anforderungen des Grundstückes und dessen Lage waren und sind eine Herausforderung für LehrerInnen und SchülerInnen, bergen aber besondere Erlebnisse und Lernmöglichkeiten, die keiner in der Schule mehr missen möchte.

Überblick
Die  Neue Mittelschule 3 in Spittal an der Drau erhielt von der Republik Österreich eine Bucht, einen Auwald und eine Wirtschaftswiese an der Drau als Projektstandort. Das Projekt hat zum Ziel, aus dem teilweise als Mülldeponie missbrauchten Grundstück einen Erholungsberreich und Naturerlebnisraum zu machen sowie als Freiluft-Unterrichtsklasse zu fungieren. Da das Grundstück nahe der Stadt liegt, soll auch für die Bevölkerung die Möglichkeit bestehen, den Auwald als Erholungsraum zu nutzen. Gleichzeitig waren dem Projekt auch klare Einschränkungen auferlegt, da Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes zu berücksichtigt waren.

Anforderungen an das Projekt
Zu Beginn des Projektstarts musste ein logistisches Problem gelöst werden, da das geschenkte Gelände acht Kilometer von der Schule entfernt liegt und Fragen des SchülerInnentransports und der benötigten Materialien für den Unterricht sowie der Toiletten berücksichtigt werden mussten. Durch das zu bestimmten Zeiten starke Hochwasser waren Unterbringungen im herkömmlichen Sinn nicht geeignet und es war notwendig, nach individuellen Lösungen zu suchen. Weiters waren nicht alle Wünsche – wie zum Beispiel ein Fußballplatz – der Schüler realisierbar, da Auflagen des Naturschutzes bedacht werden mussten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen
Shuttlebusse und Taxis wurden von der Schule organisiert, um einen schnellen Transport ins Freigelände zu ermöglichen. Aber auch mit dem Rad oder einfach zu Fuß kommen die Kinder in den Auwald. Mobile Toiletten, die teilweise von der Schule und der Gemeinde finanziert werden, lösten auch das Problem der kleinen und großen Bedürfnisse. Im Werkunterricht entstanden Schilder aus Lärchenholz mit eingebrannten Namen und Hinweisen der Bäume und Nistkästen für den geplanten Natur- bzw. Flusslehrpfad. Ausgegrabene Steine der Drau fanden Verwendung für den Grillplatz und die Arena, die der Kommunikation und dem Unterricht im Freien dienen.

Gemeinsam mit anderen Staaten der EU werden regelmäßig Wassergüte sowie Informationen über Wasserkreisläufe ausgetauscht. Weiters wird eigene Lern-Software mit der speziellen Tier- und Pflanzenwelt der Drau entwickelt.  Ein fixer Punkt am Wasser sind laufende Arbeiten an den Weidezäunen und der beliebte Malwettbewerb, der gerne von den Wassertrommeln der musikbegeisterten Jugendlichen begleitet wird. Unterricht findet regelmäßig im Auwald statt, der an starken Tagen schon bis zu 250 Kindern Platz geboten hat.

Zu tun gibt es immer etwas in der Drauwelt ACVAVIVA und so sind schon weitere Projekte geplant wie z.B.  eine Beobachtungsplattform am Fluss.

 

Kamera | Schnitt | Ton:  Alfred Regenfelder
Kärntner Medienzentrum für Bildung und Unterricht

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